An(ge)dacht

Sind Sie ein Adventsmensch?

Sie freuen sich aufs Backen von Zimtsternen und Vanillekringel mit den Kindern?
Sie lieben den Geruch von Glühwein beim Schlendern über den Heider Adventsmarkt?
Sie schmücken gern Ihr Haus mit Sternen, Engeln und Silberglanz?

Mindestens zweimal JA: Sie sind ein Adventsmensch!
Oder:
Sie fürchten diese Wochen der geballten Einladungen zu Weihnachtsfeiern rauf und runter?
Sie stöhnen in der Schlange vor der Kasse beim Abarbeiten der familiären Wunschzettel ?
Sie hassen diesen ganzen Kitsch aus Engelei und Rentieren?

Mindestens zweimal JA: Auch Sie sind ein Adventsmensch!
Denn es ist die Mischung aus fröhlichen Bräuchen und stiller, aber gespannter Erwartung, die diese Zeit anders macht.
Adventsmenschen wissen : das Strahlen der Kinder beim Plätzchenbacken oder Sterne basteln ist ansteckend. Dafür nimmt man auch die klebrig- verwüstete Küche in Kauf.
Und sie wissen: das Schmücken der Wohnung mit Tannengestecken und dem einen Engel, der schon immer in der Adventszeit auf dem Tisch stehen musste, ist die Vorfreude auf ein Fest, zu dem man einen besonderen Gast erwartet.
Manchmal ertränken wir diese Vorfreude aber mit zuviel. Zuviel Hektik, zuviel gedudeltes „ Jingle bell“.

Adventsmenschen wissen auch , dass 1,2,3,4 – ganz viele Kerzen Zeit brauchen. Und dass Stille einen eigenen Wert hat. Um die Sinne zu hüten und den Sinn zu erwarten.
Im Advent brechen andere Zeiten an. Wenn wir uns dafür bereit halten. Gott öffnet unseren Horizont und schickt das Licht in unsere Dunkelheit. Macht sich in Jesus Christus klein, damit wir uns nicht ängstigen müssen. Sondern lieben können.

„ Seht die gute Zeit ist nah,
Gott kommt auf die Erde.
Kommt und ist für alle da;
Kommt dass FRIEDE werde.“

Pastorin Friederike Ohm

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