An(ge)dacht

Von Friede-Fürsten

Im zu Ende gehenden Jahr kommt man an der Frage nach guter Regierung und Herrschaft nicht vorbei. In Deutschland haben wir einen neuen Bundestag gewählt. Das Ringen um Recht und Gerechtigkeit hat ein neues Ausmaß bekommen. Zeitgleich messen Amerikas und Nordkoreas Herrscher ihre Kräfte und die türkische Regierung macht von sich reden. Die Sehnsucht nach gerechten Herrschern ist so alt wie die Menschheit.

In der angespannten Herrschaftslage Israels im 8. Jh. v. Chr. hat der Prophet Jesaja eine ganz besondere Hoffnung. Er schreibt: Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. Die Namen dieses noch ungeborenen Herrschers sind sein Programm. Dieses Kind wird Frieden stiften, das Recht aufrichten und Gerechtigkeit schaffen.

Christen glauben, dass sich diese Sehnsucht im Stall von Bethlehem erfüllt hat. Der Herrscher ein verletzliches Kind. Im Laufe seines Lebens wird er manche Vorstellung von Herrschaft auf den Kopf stellen. Sein Weg endet am Kreuz. Ganz anders als so manches politische Programm dieser Welt. Auch Jesu Name ist Programm. Gott hilft, bedeutet er.

Wir warten noch auf Frieden und Gerechtigkeit in dieser Welt. Lassen wir uns inspirieren vom Kind in der Krippe und vertrauen wir darauf, dass Gott schafft, was er uns verheißen hat.

Ihre Pastorin Bettina Fritsch
(Oktober 2017)