An(ge)dacht

Nehmen und Geben

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.” Dieses Versprechen gibt Gott den Menschen nach der großen Sintflut im 8. Kapitel des 1. Buch Mose.

Unsere Erde bleibt im Gleichgewicht, sie bleibt schön und gastfreundlich und eine Heimat für alle Geschöpfe, eine wunderbare blaue Perle im Weltenraum. Doch können wir darauf vertrauen, in Zeiten des Klimawandels und Artensterbens?

Ja, es braucht Vertrauen, Gott-vertrauen. Der Wunsch erfüllt sich wie seine Verheißung, wenn wir es glauben, und schafft gleichzeitig eine tiefe Verbundenheit mit allem was lebt. Gott verspricht das Leben zu schützen. Es ist wie ein kleiner Regenbogen, den er uns ins Herz gibt, der uns befreit zum Gestalten und Genießen, zum Lachen und Weinen, zum Tun und zum Lassen. Und dazu gibt es in den Sommermonaten reichlich Gelegenheit.

Solange die Erde steht… Gleichzeitig mahnt uns Gottes Versprechen auch zur Verantwortung für die Schöpfung, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und zu erhalten, damit nicht aufhört Saat und Ernte, der Kreislauf der Natur.

So ist es wie so oft im Leben ein Nehmen und Geben, das sich abwechselt wie Saat und Ernte, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Das eine kann nicht ohne das andere. Und das gilt nicht nur für unseren Umgang mit der Erde und allem, was auf ihr lebt, sondern umfasst alle Bereiche unseres Lebens. Wir können auch nicht ohne einander. Helfen und Hilfe annehmen, da sein und besuchen, reden und hören. Mit der Zuversicht auf Gottes Hilfe wird uns dieses Gleichgewicht gelingen. In Gottes Händen liegt unser Leben und ihm vertrauen wir.

Ihr Pastor Benjamin Thom