Kirche, Glaube und Ringreiten

Festgottesdienst zum 68. Pokalringreiten der Broklandsautalgilde in Ostrohe

Von Hans-Jürgen von Hemm

Einen Festgottesdienst zum 68. Pokalringreiten der Broklandsautalgilde richtete die Kirchengemeinde Weddingstedt mit den Pfarrbezirken Weddingstedt und Wesseln sowie der gastgebenden Ringreitergilde Ostrohe vor kurzem in der geschmückten Ostroher Sporthalle aus. Über 100 Gottesdienstbesucher verfolgten den von Pastor Arend Engelkes zelebrierten festlichen Gottesdienst unter dem Thema „Kirche, Glaube und Ringreiten“. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Musikverein 1976 Helferskirchen/Langendernbach e.V. aus dem Westerwald, unter der Leitung von Marco Heibel.

Fast genau auf den Tag ist es 16 Jahre her, dass Pastor Engelkes die letzte Predigt anlässlich eines Gottesdienstes zum Pokalringreiten in Ostrohe hielt.

Der Gottesdienst handelte an diesem besonderen Tag von der Speisung der 5000 Menschen – das Evangelium des Sonntags, aus dem Matthäusevangelium 4, 3 + 4, weil der Text daraus so klar ist und so unmissverständlich, so Engelkes. Die Predigt beinhaltete interessante Passagen um das Motto: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“

So ging Pastor Engelkes unter anderem auch auf die 1946 gegründete Ostroher Ringreitergilde sowie die 1950 entstandene Broklandsautalgilde  ein. Damals war das Ringreiten sehr viel bescheidener als heutzutage. „Da hat so manches Mal das Fest von anderen harten Dingen abgelenkt. Der Bauch war nicht voll, aber die Freude war groß, wieder solche Feste, solchen Spaß, diesen unblutigen Wettkampf auf dem Pferderücken austragen zu dürfen“.

„Ich erlebe auch dieses Wochenende hier in Ostrohe als Erntedankfest. Denn es hat monatelang gedauert, all das vorzubereiten, zu planen, auszutüfteln und es war ganz viel Arbeit.

Ein von Fantasie und Kreativität geprägter Musikverein mit beeindruckenden Klängen zu Gast in Ostrohe, eine herausgeputzte und wunderschön geschmückte Gemeinde, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft sowie ein friedlicher Wettkampf unter Freunden beweisen dies.

Aber, wenn es nachher unfallfrei und so gut, wie in diesem Jahr wieder einmal über die Bühne geht, dann dürfen, ja müssen wir die Dankbarkeit gegenüber Gott, der uns unser Brot und alles, was wir zum Leben haben, schenkt, nicht vergessen. Deswegen feiern wir jedes Mal beim Pokalringreiten in Ostrohe Gottesdienst. Das wollen wir eben nicht vergessen. „Brot“ steht hier für all das, was wir zum Erhalt unserer Lebenskraft brauchen“, predigte Pastor Arend Engelkes.

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