Himmelfahrt als Tag der Hoffnung

Himmelfahrt in Hoffnung

Von Inke Raabe

Himmelfahrt als Tag der Hoffnung, so deuteten Benjamin und Annegret Thom das Geschehen, das sich 40 Tage nach Ostern in Jerusalem ereignete. Der Auferstandene verabschiedet sich von seinen Jüngern und verspricht: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Weil sie diese Hoffnung hatten, nahmen sie Abschied in großer Freude, so steht es in der Bibel.
40 Tage dauerte auch die Sintflut. Und Noah lebte in seiner Arche mit den vielen Tieren in der Hoffnung, dass Gott sein Versprechen halten würde. Weil zum Gottesdienst in Weddingstedt, der unter freiem Himmel auf dem Hof der Familie Billerbek stattfand, auch viele Familien gekommen waren, bot sich die Geschichte von der Arche Noah als sehr anschauliche Analogie an. Parallel zum Text baute ein Gemeindeglied die Erzählung mit Holzfiguren nach. Zuletzt setzte sie den Regenbogen über die Szene, das Zeichen des Bundes und damit verbunden die Zusage Gottes: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Zum Himmelfahrtstag machten sich viele Gemeinden auf den Weg: Die Kirchengemeinde Heide feierte draußen im Moor, das Kirchspiel Büsum-Wesselburen-Neuenkirchen versammelte sich im Kurpark. Eddelak, St. Michaelisdonn und Burg feierten gemeinsam auf der Freilichtbühne in Burg. Hemmingstedt, Wöhrden und Lohe-Rickelshof luden zum Nachbarschaftsgottesdienst ein. Die Tellingstedter trafen sich auf dem Heidberg in Welmbüttel, und die Marner versammelten sich im Hintzpark. Sie alle wurden mit strahlendem Sonnenschein und kräftigem Wind gesegnet, der als Vorgeschmack auf Pfingsten gedeutet werden kann: „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.“

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.